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Was ist die dynamische Wirbelsäulentherapie nach Horn® und was kann sie bewirken? Die dynamische Wirbelsäulentherapie nach Horn® (DWT) ist ein Therapiekonzept, das sich an der dynamischen Funktion der Wirbelsäule und der biomechanischen Funktion der beteiligten Gelenke orientiert. Es ist das Ziel der Behandlung, die normale Funktion der Strukturen des Beckens, der Wirbelsäule, der Rippen und des Schultergürtels (Knochen, Bänder, Muskulatur, Gelenke) wiederherzustellen. Dies geschieht mittels sanften Techniken auf einem eigens für diese Therapie von Friedrich Ch. Horn entwickelten Therapiekissen. Diese Techniken ermöglichen oft eine Normalisierung des Beschwerdebildes auf dem Weg der Selbstregulation und werden vom Körper auch entsprechend gut integriert. Blockaden im Gewebe werden mobilisiert und dadurch können überlastete oder entzündete Strukturen entlastet werden. Der Wirbelsäule kommt in Bezug auf die Gesundheit des Menschen eine zentrale Rolle zu. Sie schützt einen wichtigen Teil unseres zentralen Nervensystems, das Rückenmark. Das Rückenmark und letztendlich das Gehirn können ihre Funktionen (Verarbeitung und Beantwortung der zahlreichen Reize von aussen) nur dann optimal erfüllen, wenn die Reizleitung keinerlei Störungen aufweist. Dass Blockaden an den Wirbelgelenken diese Verbindung von der Peripherie ins Gehirn und zurück stört, weil dadurch Nervenfasern komprimiert werden können, wird hiermit offensichtlich. Die Folgen einer solchen Funktionsstörung sind sehr vielfältig, je nach Lokalisation der Blockierungen. Ebenso vielfältig sind die Gründe für solche Blockaden. Die persönliche Lebensweise (Stress, Ernährung, Bewegung...) hat sicher einen grossen Einfluss auf unseren Körper, so auch auf die Wirbelsäule. Bei welchen Beschwerden ist die dynamische Wirbelsäulentherapie nach Horn® geeignet? Die dynamische Wirbelsäulentherapie nach Horn® (DWT) ist sehr wirksam, für die Mobilisation der zahlreichen Gelenke der Wirbelsäule und die sie umgebenden Strukturen. Die Blockaden können sowohl die Funktion als auch die Struktur der betroffenen Gewebe beeinträchtigen. D.h. bei einer funktionellen Störung ist das Gewebe intakt und zeigt noch keine anatomischen Veränderungen, wohl aber Störungen in der Funktion, die sich beispielsweise als Bewegungseinschränkung oder Schmerzen (Kreuzschmerzen, Ischiasschmerzen, Nackenschmerzen, Tennisarm...) äussern können. Ist die Struktur eines Gewebes durch chronische Fehlbeanspruchung geschädigt (Arthrose, Bandscheibenvorfall, Versteifungen u.a.m.), kann die DWT oft Linderung bringen, da das umliegende Gewebe mitbehandelt wird und so eine allgemeine Verbesserung des Gewebestoffwechsels in den kranken Zonen bewirkt wird. Irreversible Schädigungen des Gewebes können auch mittels DWT nicht geheilt werden. Eine seriöse ärztliche Abklärung (wenn nötig mit Röntgen, MRI...) sollte je nach Beschwerdebild unbedingt gemacht werden. Eine gute Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Die DWT setze ich im Therapieplan je nach Beschwerdebild unterschiedlich ein. Ich benutze sie vorwiegend in Fällen, wo mit den energetischen Shiatsu-Techniken die Mobilisation im Gewebe nicht erreichen werden kann. Oftmals kann nach wenigen Behandlungen die Situation so verändert werden, dass eine Fortsetzung der Therapie mit Shiatsu sinnvoll erscheint oder die Therapie abgeschlossen werden kann. Für weiterführende Information zu dieser Therapieform empfehle ich die Internetseite von Friedrich Ch. Horn. Was geschieht während einer Behandlung? Vor jeder Erstbehandlung erfolgt das Anamnesegespräch. Anhand dieser Informationen bespreche ich mit Ihnen gemeinsam den Therapieplan. Bei weiterführenden Behandlungen gehe ich auf Veränderungen im Befinden und Reaktionen auf die Therapie ein. Nach einer Befundaufnahme (Sichtbefund, Statik, Beweglichkeit) im Stehen erfolgt der ausführliche Tastbefund im Liegen (Becken, Kreuzbein, Wirbelsäule, Rippen, Schultergürtel). Dieser Tastbefund stellt die Basis vor jeder Behandlung dar. Die eigentliche Behandlung erfolgt auf einem speziellen Therapiekissen (mit Luft gefüllt, Schaumstoffkern) auf der Behandlungsbank. Dieses Kissen erlaubt eine bequeme schmerzfreie Lagerung und die Möglichkeit der dynamischen Bewegung mittels spezieller Griffe (Bauchlage und /oder Seitenlage). Diese Therapie enthält keine manipulativen Techniken, sondern holt die für die Mobilisation erforderliche Bewegung aus einem rhythmischen Schaukeln auf dem Kissen. Je nach Beschwerdebild enthält die Behandlung entsprechende Schwerpunkte: z.B. Becken, Brustwirbelsäule, Schultergürtel, Nacken. Die Behandlung kann je nach Indikation (Spannungen und Verklebungen im Bindegewebe und in der Muskulatur) mit einer Entspannungsmassage abgeschlossen werden. Wie lange dauert eine Einzelsitzung und was kostet sie? Eine Behandlung dauert je nach Beschwerdebild 30 - 60 Minuten und kostet zwischen Fr. 80.- bis Fr. 120.- je nach Zeitaufwand. Vergütung Krankenkasse: Das EMR (Erfahrungsmedizinisches Register), welches für viele Krankenversicherer die Registrierung und Qualitätskontrolle der Therapeuten und Therapeutinnen übernommen hat, strich per 1. Januar 2001 die Wirbelsäulentherapie von der Liste der Therapieformen für eine Registrierung. Das bedeutet, dass die DWT nicht von allen Kassen rückvergütet wird. Informieren Sie sich bei ihrer Kasse vorgängig über den Leistungsumfang. Auf jeden Fall benötigen Sie eine Zusatzversicherung für Komplementär- oder Naturmedizin.
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